Windmühle Meißen

Nummer 1 der westfälischen Mühlenstraße

Startseite   

Feiern im Müllerhaus   

Heiraten in der Windmühle   

Besegelung der Windmühle:
- Freudenbesegelung
- Trauerbesegelung
   

diverse Mühlengeschichten

Links
   

Mühlenchronik   

Mühlentage   

Restaurierung der Mühle 2017 - 2018   

Windmühlen-Flügelsprache   
Vorlesegeschichten:
Mühlenkater Elvis erzählt von der Jubiläumsfeier 2018   






Kontakt für Führungen und Mühleninformation:
Gabriele Hohmeyer   
Meißener Dorfstr. 16   
32423 Minden/Westf.   
Tel: 0571 - 31 552   
Email:
info@muellerhaus-meissen.de
   


Kontakt für Feiern im Müllerhaus:
Heike Strüwe
Tel.: 057 22 / 95 120
info@klus.de
www.klus.de







Kontakt/Impressum   
Haftungsausschluss   
Datenschutzerklärung
   


"Windmühlengeschichten"
Das Ebook

Was haben ein Gespenst, ein Kater, ein Spatz, das Mädchen Marie und zwei Gedichte gemeinsam? Na klar, eine Windmühle! Jede neu geschriebene märchenhafte Geschichte erzählt von einer anderen Zeit, in der die Windmühle ihre Arbeit tat oder auch schon "nur" noch zur Freude aller Menschen da war.

4 Geschichten und 2 Gedichte zum Vorlesen für die kleinen und großen Menschen, die sich von Mühlen faszinieren lassen.
Mit einem Vorwort der Leiterin des Märchenmuseums in Bad Oeynhausen.

Download im BOD-Shop unter folgendem Link >>>
oder bei anderen Ebook-Anbietern
ISBN-13: 9783748183303

Preis: 2,99 €
Der gesamte Erlös wird zum Erhalt der Windmühle Meißen verwendet.



"Mühlengeschichte(n)" aus der Windmühle Meissen

Hardcover Buch
mit 220 Seiten zum Preis von 25,90 €.
Zu beziehen bei Gabi Hohmeyer an der Mühle Meißen
oder in der Buchhandlung "Bücherwurm" in Minden, Obermarktstraße
Aber auch portofrei innerhalb Deutschland im BOD-Shop unter folgendem Link >>>

oder auch in jedem anderen Buchhandel zu bestellen:
ISBN: 9783752850673

Freuen Sie sich auf etwa 100 Fotos in Farbe und viele schwarz-weiß von früher und heute.
Dönekens und Zeitzeugengeschichten wurden aufgeschrieben und zeigen das Leben in einem ostwestfälischen Dorf.
Außerdem gibt es neue, extra für diese Chronik geschriebene Mühlengeschichten.
Historische Karten und Knüppelkartenausschnitte.
Und schauen Sie, ob Sie die Fragen der Mühlenrallye beantworten können...

Eine kurze Mühlenchronik der Windmühle Meißen von Thomas Harmuth

Erbaut wurde die Mühle in Meißen, eine sogenannte Holländerwindmühle, im Jahre 1883 von Friedrich-Wilhelm Hohmeyer und seiner Frau Christine, Wilhelmine, Charlotte geb. Schellknecht.
Nach dem Tode von Friedrich Hohmeyer im Jahre 1885, er wurde nur 50 Jahre alt, erbte die Mühle sein zweitältester Sohn Carl Friedrich Wilhelm Hohmeyer bereits in jungen Jahren. Er hatte nach seine Militärzeit auf Maschmeiers Mühle in Holzhausen an der Prota gearbeitet und dort seine spätere Frau Marie Christine Maschmeier kennengelernt.
10 Kinder, 7 Mädchen und 3 Jungen erblickten in den Jahren 1890 bis 1911 an der Meißener Dorfstraße das Licht der Welt: Christine, Wilhelmine, Karoline, Sophie, Wilhelm, Luise, Philippine, Heinrich, Hermann und Martha.
Alle lebten und arbeiteten zu Hause.

Jede Arbeitskraft wurde gebraucht, zumal zusätzlich ein Hof bestellt werden musste.
Der Mühlenbetrieb ruhte nur an Feiertagen. Ansonsten waren die Arbeitszeiten von morgens 6.00 Uhr bis zum anderen Morgen 3.00 Uhr nicht selten. Ruhte der Mahlbetrieb zwischen Weihnachten und Neujahr, wurden die Mahlsteine in einem sehr aufwändigen und anstrengenden Verfahren von Hand mit Picken geschärft bzw. geschliffen.

Blieb der Wind einmal aus, wich man auf Mühlen, die mit Dampf- bzw. Elektromotor betrieben wurden, aus So kooperierte man mit der "Domkapitelmühle" (Meier), die in Barkhausen an der B61 stand. Dorthin hatte eine Hohmeyer Tocher geheiratet.
Kam auf dem halben Wege wieder Wind auf, konnte es passieren, dass man auf der Weserbrücke flugs wieder umkehrte.
Mit Pferd und Wagen musste auch so manche Schiffsladung in Minden abgefahren werden.

Die Mühle selbst veränderte im Laufe der Zeit ihr Aussehen, und wurde den technischen Erfordernissen angepasst. So wurden die Flügel in den 1920er Jahren mit Jalousien versehen.

Es waren mehrere Mahlvorrichtungen vorhanden. Ein Grütze- und Graupengang, ein Schrotgang, sowie zwei Mahlgänge.
Anfang der 1930er Jahre wurde auf Motorbetrieb umgestellt.

Zu dieser Zeit übernahm der älteste Sohn Heinrich die Mühle. Er fiel 1944 in Italien.
Daraufhin wurde der zweitälteste Sohn Hermann in die Pflicht genommen, der erst im Jahre 1948 aus amerikanischer bzw. englischer Gefangenschaft zurückgekehrt war, obwohl Hermann als gelernter Kaufmann andere Pläne hatte.
Nach dem Krieg wurde mit einem Pferdefuhrwerk fleißig Schrot, Mehl, Kleie, Kleintierfutter etc. von Haus zu Haus verkauft (Meißen, Lerbeck, Neesen). Später erleichterte ein "Opel Blitz" die Arbeit. Einen schweren Sturmschaden (Flülgel) mußte man im Jahre 1941 hinnehmen. Gegen Kriegsende diente die Mühle kurzfristig als Sanitätsstation.
Ein Anfang der 1950er Jahre errichteter Zwischenbau zur Getreidelagerung, wurde später wieder abgerissen.
Das unbarmherzige "Mühlensterben" zwang auch Hermann Hohmeyer Anfang der 1970er Jahre den Mühlenbetrieb gänzlich einzustellen.


Das Backhaus

Das alte "Backhaus" des Anwesens ist leider nicht mehr erhalten geblieben. Es wurde, nachdem der Backofen im Jahre 1949 noch einmal gründlich ausgebessert worden war, zusammen mit dem alten Hofgebäude abgerissen.

Das kleine Fachwerkhaus, ausfacht mit Ziegeln, bestend aus einem Rundkeller sowie zwei ebenderdigen Räumen. In dem einen befand sich eine kleine Mühlenwerkstatt, im anderen ein geräumiger Backraum mit dem Backofen.

Damit auf die ursprüngliche Form des Brotbackens nicht verzichtet werden brauchte, baute Familie Hohmeyer zusammen mit Freunden im über 100 Jahre alten Lagerhaus eine original westfälischen Backofen. Gleichzeitig wurde das Lagerhaus gründlich renoviert

In dem Backofen können 18 Brote von jeweils 3 KG Gewicht (frei geschoben) gebacken werden. Allerdings ist er im Jahr 2018 restaurierungsbedürftig

Autor: Thomas Harmuth ca. 1990


Renovierter Lagerraum, das heutige Backhaus
Foto von 2014


Mühle ca. 1996


Mühle ca. 2010
alle Fotos: Susi Menzel
Die große Chronik als Buch ist hier zu bestellen:
 

Auf Entdeckungsreise in der Meißener Windmühle

Die Ausstellung "Bilderschau: Die Windmühle Meißen im Wandel der Zeit"

Als die Müller noch richtig müllerten, waren die Hohmeyers dabei: 1883 erbauten sie die Windmühle an der Meißener Dorfstraße, die noch heute das weithin sichtbare Denkmal Meißens ist.

Bis in die 1970er Jahre hinein verdiente die Familie ihren Lebensunterhalt mit der Mühle. Heute steht die Mühle stolz da als Zeichen historischen Werdegangs, restauriert durch den Mühlenverein und liebevoll gepflegt von "ihrer" Familie und einigen, treuen Mühlenfreunden.

Früher war das Mehl mahlen das alles beherrschende Thema. Heute ist es der Erhalt der Mühle. Selten genug ist es die Erbauerfamilie selbst, die über inzwischen fast 150 Jahre eine Mühle in ihrem Besitz hat, aber bei der Meißener Windmühle ist es so.

Deshalb war es auch möglich. eine sehr lebendige Bilderschau zusammenzustellen. Viele alte Fotos von der Mühle selbst, aber auch von der Müllerfamilie Hohmeyer und auch alte Gemälde lassen die guten alten Zeiten wieder auferstehen. Sie zeugen von der harten Arbeit, die ein Müller um 1900 noch auf sich nehmen musste, damit die Menschen ihr Brot backen konnten. Sie zeugen auch über frühere Vernetzungen, wenn der Wind ausfiel und man zum Mahlen mit dem Pferdefuhrwerk in die Mühle nach Barkhausen fuhr, da diese bereits auf Motorkraft umgestellt worden war.
Der Wandel der Zeit wird auch durch die Veränderungen der Bauwerke um die Mühle herum dokumentiert. Es gab ein Lagerhaus, dann eine Scheune, ein Backhaus und letztlich einen Lagerraum, der als Verkaufsraum für Sämereien und ähnliches genutzt wurde. Heute ist es sozusagen das Backhaus, denn hier wurde mit Hilfe von Freunden ein neuer Stein-Backofen eingebaut.

1990 wurde ein Müllerhaus gebaut, das für Feierlichkeiten gemietet werden kann. Viele erinnern sich noch an die Einweihung und an die wunderbaren Familienfeiern.

Die Bilderschau kann an den Deutschen Mühlentagen im Mai und an den Kreismühlentagen im August angeschaut werden. Oder auch an extra angesetzten Führungen.
Die Ausstellung "Historie der Windmühle(n) Meißen in 4 Jahrhundertenist seit 2018 zu sehen.